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Die häufigsten Fehler bei der Online-Bestellung eines gedruckten Buches

Heutzutage scheint es einfach, ein gedrucktes Buch online zu bestellen – Datei hochladen, Parameter auswählen und Bestellung bestätigen. In der Praxis treten jedoch genau hier die meisten Probleme auf. Viele dieser Probleme rühren nicht von der Technologie selbst her, sondern von schlecht gestalteten Dateien oder übereilten Entscheidungen.

Selbstverleger, Schulungsunternehmen und Erstverleger bemerken Fehler oft erst nach dem Druck des Buches. Dann sind Korrekturen kostspielig oder gar unmöglich. Daher lohnt es sich, die häufigsten Fallstricke vor der Bestellung zu kennen.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der häufigsten Fehler sowie praktische Tipps, wie Sie diese vermeiden können.

Zu kleine Ränder, insbesondere an der Buchrückenseite

Eines der häufigsten Probleme ist ein zu schmaler Innenrand. In einer PDF-Datei sieht alles korrekt aus, doch nach dem Binden sinkt der Text oder die Seitenzahl in den Buchrücken ein und wird dadurch schwer lesbar. Dies gilt insbesondere für geklebte Bücher und Publikationen mit längeren Seiten. Bei Romanen und Lehrbüchern kann dieser Fehler besonders störend sein und das Lesevergnügen beeinträchtigen. In Schulungsmaterialien und Firmenbüchern kann er dazu führen, dass Tabellen oder wichtige Textabschnitte teilweise unzugänglich werden.

Man sollte bedenken, dass der innere Rand deutlich größer sein sollte als der äußere. Ein sicherer Abstand zum Buchrücken beträgt in der Regel mindestens 15–20 mm, bei dickeren Blöcken sogar noch mehr. Lieber etwas mehr Platz lassen, als zu riskieren, dass der Inhalt im Einband verschwindet.

Keine Blutungen oder fehlerhafte Zubereitung

Beschnittzugabe bezeichnet Bereiche von Grafiken oder Hintergründen, die über die Nettogröße der Seite hinausragen. Fehlt diese, entstehen nach dem Beschneiden des Buches weiße Streifen an den Rändern. Dieser Fehler mindert sofort den professionellen Eindruck, insbesondere bei Umschlägen und Seiten mit einfarbigem Hintergrund oder Fotos, die bis zum Rand reichen.

Das Fehlen von Anschnitten fällt besonders bei Fotoalben, Katalogen und Büchern auf. Bei Textpublikationen ist das Problem seltener, doch wenn die Seite farbige Grafiken oder einen Hintergrund enthält, sind Anschnitte notwendig. Ein 3-mm-Anschnitt ist an allen Seiten Standard. Wichtig ist, dass Grafiken und Hintergründe tatsächlich über die Schnittlinie hinausragen und nicht nur an den Seitenrand „gedrückt” sind.

Fotos und Grafiken von geringer Qualität

Fotos, die auf dem Bildschirm gut aussehen, wirken gedruckt oft unscharf oder pixelig. Dies ist ein typischer Fehler, der durch die Verwendung niedrig auflösender Dateien oder stark komprimierter Grafiken aus dem Internet verursacht wird.

Im Selbstverlag tritt dieses Problem häufig bei Büchern auf, die eigene Fotos, Screenshots oder Amateurillustrationen des Autors enthalten. In Firmenpublikationen und Bildbänden kann eine schlechte Bildqualität die visuelle Gesamtwirkung beeinträchtigen.

Es empfiehlt sich, Grafiken für den Druck in einer Auflösung von 300 dpi und der Zielgröße vorzubereiten. Das Vergrößern kleiner Dateien führt selten zu zufriedenstellenden Ergebnissen. Wenn ein Buch Fotos enthält, ist es ratsam, deren Qualität vorab zu prüfen, anstatt nach Erhalt der fertigen Ausgabe ein Problem festzustellen.

Probleme mit nicht eingebetteten Schriftarten und Text

Ein weiterer häufiger Fehler ist das Versäumnis, Schriftarten in eine PDF-Datei einzubetten. Dadurch können sich einige Zeichen bei der Druckvorbereitung verändern, und der Text kann anders aussehen als im Original. Dies gilt insbesondere für weniger gebräuchliche Schriftarten, Sonderzeichen und Publikationen mit vielen Fußnoten. Bei Romanen und Ratgebern fällt das Problem weniger auf, aber bei wissenschaftlichen, technischen oder Wirtschaftsbüchern kann es die Lesbarkeit erheblich beeinträchtigen. Bevor Sie die Datei versenden, sollten Sie daher prüfen, ob alle Schriftarten eingebettet sind und der Text beim Öffnen der PDF-Datei auf einem anderen Computer nicht „geteilt” wird.

Es ist außerdem ratsam, Seitenzahlen, Inhaltsverzeichnis und Bildunterschriften sorgfältig zu prüfen. Kleinere Unstimmigkeiten, die beim ersten Durchlesen entgehen, fallen im fertigen Buch sofort ins Auge.

Der Buchrücken wurde falsch gezählt.

Bei der Klebebindung muss die Breite des Buchrückens exakt berechnet werden. Diese hängt von der Seitenzahl und der Papiersorte ab. Ein zu schmaler oder zu breiter Buchrücken führt dazu, dass sich Text und Grafiken verschieben und der Einband unansehnlich wirkt.

Dieser Fehler tritt besonders häufig bei der Gestaltung von Buchcovern auf. Autoren und Verlage schätzen die Breite des Buchrückens oft nach Augenmaß, was in der Praxis selten zutrifft. Dadurch kann der Titel auf dem Buchrücken über die Breite hinausragen oder ungleichmäßig verteilt sein.

Am sichersten ist es, einen Buchrückenrechner zu verwenden oder eine Berechnung anhand der genauen Papierabmessungen und Seitenzahl anzufordern. Bei dickeren Büchern können selbst Unterschiede von wenigen Millimetern spürbar sein.

Senden eines Entwurfs anstelle einer endgültigen Datei

Viele möchten die Produktion schnellstmöglich starten und senden daher eine noch nicht vollständig Korrektur gelesene Datei. Tippfehler, leere Seiten, veraltete Zahlen, falsch ausgerichtete Grafiken oder fehlende Elemente fallen erst nach dem Druck auf. Im Self-Publishing kann dieser Fehler besonders emotional belastend sein – ein Buch, dessen Entwicklung Monate gedauert hat, wird mit simplen, vermeidbaren Fehlern veröffentlicht. In Unternehmens- und Schulungspublikationen untergraben inhaltliche oder technische Fehler die Glaubwürdigkeit des gesamten Materials. Es empfiehlt sich, die finale PDF-Datei als die Version zu behandeln, die dem Leser ausgeliefert wird. Das Lesen nach dem Export, anstatt nur im Layoutprogramm, ermöglicht es oft, Fehler zu entdecken, die zuvor übersehen wurden.

Auf den Probedruck beim ersten Druckvorgang verzichten

Bei größeren Bestellungen verzichten Autoren aus Zeit- und Kostengründen oft auf einen Probedruck. Ein gedrucktes Exemplar ermöglicht hingegen die Beurteilung von Aspekten, die auf dem Bildschirm nicht sichtbar sind – die tatsächliche Schriftgröße, die Papierqualität, die Art, wie das Buch sich öffnen lässt, und die Qualität des Einbands.

Bei Romanen, Ratgebern und Schulungsmaterialien genügt oft ein einzelner Probedruck, um Probleme mit Rändern, Kontrast oder Komposition zu erkennen. Bei Fotoalben und Publikationen mit vielen Bildern kann er jedoch unerlässlich sein.

Buchdruck ab 1 Stück So können Sie die Wirkung prüfen, ohne die gesamte Auflage kaufen zu müssen. Dies ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Enttäuschungen nach Erhalt einer großen Buchlieferung zu vermeiden.

Die meisten Probleme, die bei der Bestellung auftreten Buch online drucken Viele Fehler lassen sich vor der Bestellung vorhersagen und beheben. Die meisten Fehler entstehen bei der Dateivorbereitung – Ränder, Anschnitt, Grafikqualität, Schriftarten und Rücken. Ein bewusster Umgang mit diesen Elementen ermöglicht es Ihnen, kostspielige Korrekturen zu vermeiden und den gesamten Prozess deutlich reibungsloser zu gestalten.

Wenn Sie zum ersten Mal ein Buch bestellen, lohnt es sich, sich die zusätzliche Zeit zu nehmen, die Datei zu prüfen und, wenn möglich, vor einer größeren Produktion einen gedruckten Probedruck anzufordern. Diese Vorsicht zahlt sich in der Regel durch ein besseres Endergebnis und weniger Überraschungen aus.

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